Nimm mit 512.157 Campact-Aktiven Einfluss
auf aktuelle politische Entscheidungen.

ANTI-AKW-Flashmob und bunter Protest in Hannover

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Freitag, 25. September, noch zwei Tage bis zur Bundestagswahl. Auf dem Opernplatz in Hannover hat die CDU ihre Wahlkampfbühne aufgebaut. Und damit die Parteiprominenz Wulf, von der Leyen, McAllister und von Guttenberg nur ihre Getreuen in ihrer Nähe haben, gibt es vor der Bühne eine zweistufige „Sicherheitszone“. In der ersten, bestückt mit Bänken und Tischen, darf man sich nur mit Parteibuch niederlassen. Und auch der Einlass für die darum liegende zweite Zone wird kontrolliert. Trotzdem sind ca. 20 mutige Campact-Aktive in diesen Bereich gelangt. Umringt von CDU-Anhängern lassen sie geduldig die Reden von Wulf und Co. über sich ergehen. Weitere 50 Menschen mit schwarzgelben Anti-Atom-Plakaten, die noch zusammengefaltet in Taschen verstaut sind, haben sich in der restlichen Zuschauermenge verteilt. Sie können sich ein wenig wohler fühlen, denn hier außerhalb der „Sperrzonen“ sind auch viele andere, die die Äußerungen von der Bühne eher kritisch sehen. Unter anderem sind Greenpeace-AktivistInnen mit großen Transparenten und Plakaten vor Ort, um genauso wie wir, das Thema Atomkraft in den schwarzen Wahlkampf hinein zu tragen. Und auch Anhänger der Piratenpartei zeigen überall in der Menge Flagge(n).

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Während der Rede von Guttenberg halten dann plötzlich ein paar vorher festgelegte Campact-Aktive als Startzeichen ihre Plakate in die Höhe. Durch die vielen anderen Plakate und Transparente dauert es jedoch ein wenig, bis die ca. 70 anderen schwarzgelben Antiatom-Plakate folgen. Der Wirtschaftsminister reagiert auf der Bühne recht souverän und spricht davon, gegenteilige Meinungen zu respektieren. Das Parteivolk und die Ordner in der zweiten Zone sind da weniger demokratisch veranlagt – sie bedrängen die friedlich ihre Meinung kundtuenden Menschen und ein paar ganz rabiate CDUler reißen ihnen einige Plakate aus den Händen. Die Ordner haben in solchen Situationen eigentlich die Aufgabe, Handgreiflichkeiten zu unterbinden. In diesem Fall machen sie sich aber mit den Parteianhängern gemein und schmeißen die Campact-Aktiven aus der Absperrung raus. Einige der Aktiven, kennen solche herben Umstände sicher von Anti-Atom-Aktionen in Gorleben oder anderswo. Aber für andere Menschen, ist das das erste Mal, dass sie vom politischen Gegner so attackiert werden und sind schockiert von dieser Erfahrung. So ist die Stimmung bei der anschließenden Nachbesprechung einiger Aktiven natürlich getrübt. Aber auch dieser Anti-Atom-Flashmob mit über 70 Engagierten hat der CDU gezeigt, dass die Menschen in Niedersachsen nicht vergessen, wer für die verfehlte Atom- und Endlagerpolitik verantwortlich ist.

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