Nimm mit 512.157 Campact-Aktiven Einfluss
auf aktuelle politische Entscheidungen.
Auf dem Königsplatz ist schon fast alles vorbereitet für den Auftritt von Angela Merkel und auch wir wappnen uns für diesen Abend. Allerdings werden hier bei uns - gut 100 Meter von Veranstaltungsort entfernt - keine „Angie-Schilder“ oder CDU-Fahnen ausgegeben. Hier holen sich kritische Menschen schwarzgelben Plakate ab, die es der Kanzlerin nicht gestatten wollen, dass Thema Atomkraft im Wahlkampf einfach totzuschweigen. Ca. 50 Leute hatten im Vorfeld Interesse bekundet. Als wir um kurz vor 17 Uhr am Königsplatz ankommen, sind wir jedoch 150 Aktive, die sich unter das Publikum mischen. Laut HNA sollen es 4.000 Besucher sein. Das ist vielleicht ein wenig übertrieben. Aber von der doch sehr große Menge, die sich dort versammelt hat, sind außer uns auch viele weitere Menschen, die nicht gekommen sind, um Frau Merkel zuzujubeln: Die Bauern haben mobil gemacht, Initiativen gegen Sozialabbau zeigen Flagge und die Grünen sind wie wir hier, um die Atompläne der CDU an Licht zu zerren.
Wie schon in Braunschweig müssen unsere kritischen Ohren sehr viele Phrasen über sich ergehen lassen und Lobhudelei auf die Kanzlerin, die bald eintrifft. Daher ist es für manche wie eine Befreiung, als während des Interviews mit Frau Merkel der erste Applaus einsetzt - das Zeichen für uns, die Plakate zu entfalten und in die Höhe zu strecken. Trotz der großen Menschenmenge fallen die schwarzgelben Plakate mit den Anti-Atom-Motiven auf und viele Zuschauer und Medienvertreter schauen sich um. Nur Frau Merkel probiert wieder einmal so gut wie möglich, keine Aufmerksamkeit zu zeigen. Das kann sie ja gut, so hat sie sich schon als Umweltministerin z.B. nicht für die Probleme in Asse interessiert.
Wir haben jedoch mit unserer kurzen, prägnanten Aktion dafür gesorgt, dass die CDU das Thema „Ausstieg aus dem Atom-Ausstieg“ nicht aus ihrem Wahlkampfveranstaltungen verbannen kann. Noch während der Veranstaltung verteilten wir an einige Medienvertreter Pressemitteilungen zu unserer Aktion und hoffen, dass sie Frau Merkel ihren Themenvermeidungs-Wahlkampf auch nicht durchgehen lassen.
Medienberichte zur Aktion: