Nimm mit 512.157 Campact-Aktiven Einfluss
auf aktuelle politische Entscheidungen.
Donnerstag, 24. September, noch drei Tage bis zur Bundestagswahl. Heute „residiert“ die FDP mit ihrem Spitzenkandidaten auf dem Schlossplatz in Stuttgart. Aber auch an diesem Nachmittag blickt Guido Westerwelle nicht nur auf ergebene Gefolgsleute. Denn unter die knapp 1000 Zuschauer haben sich auch über 200 Personen gemischt, die mit den Atomplänen der FDP nicht einverstanden sind. Zum Beispiel sind Mitglieder des Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar e.V. und des BUND mit Transparenten auf dem Platz. Und natürlich die über 150 Aktiven, die sich vorab am Brunnen vor dem Friedrichsbau schwarzgelbe Anti-Atom-Plakate und die Infos zu dem abgeänderten Ablauf des Flashmobs abgeholt haben.
Als dann während der Rede von Westerwelle überall in der Menge die Plakate in die Höhe gehen, begrüßt er „meine Fans aus dem Internet“ und brüstet sich mit „Wir wissen ja, was Ihr im Internet verabredet“. Schade Guido, da warst Du wieder nicht up to date – denn seiner Ankündigung, dass die Plakate nach den 2-3 Minuten zerrissen werden leistet keiner Folge. So läuft auch seine Bitte ins Leere, dass wir die Plakatreste mitnehmen sollen, denn die Plakate werden schön wieder zusammengefaltet und eingesteckt. Sein Spruch „Ihr seid nicht bei Euch zu Hause, sondern bei der FDP“ ist da schon fast anmaßend, denn er ist zu Gast in Stuttgart und die Aktiven hier zu Hause! Auch ansonsten vergreift sich der FDP-Vorsitzende im Ton und bezeichnet die Menschen, die friedlich und ruhig demonstrieren sinngemäß als linke Störer. Da jedoch seine Worte und der Ablauf der Aktion nicht übereinstimmen wird jede Person, die einigermaßen unvoreingenommen dabei war, sich ihren Teil gedacht haben, zu dem Auftreten von Guido Westerwelle. Und die Anti-Atom-Plakate waren wieder einmal unübersehbar und fanden abends auch ihren Weg in die Tagesschau bei einem Bericht über den Wahlkampf des FDP-Oberhauptes.
Die Aktiven trafen sich nach der Aktion noch einmal am Treffpunkt und waren sehr zufrieden mit dem gelungenen Flashmob. Herr Westerwelle jedoch wartete bis fast zum Schluss seine Rede, um noch kurz das Thema erneuerbare Energie anzusprechen. Zur Thematik der Endlagerung sagte er allerdings, wie üblich, nichts.
Medienberichte zur Aktion: