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PRESSEMITTEILUNG VON CAMPACT UND .AUSGESTRAHLT

Atomkraftgegner schlagen Alarm

Mit Trommeln, Töpfen, Tröten und Atommüllfässern protestieren Bürger gegen den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke / Gemeinsame Aktion von Campact und .ausgestrahlt in Berlin-Mitte

Berlin, 4.06.2010. Rund 250 Atomkraftgegner haben heute Morgen mit einem "Weckruf" vor dem Bundeskanzleramt gegen den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke demonstriert. Dort traf sich Bundeskanzlerin Merkel (CDU) mit mehreren Unionsministerpräsidenten und Ministern, um über Laufzeitverlängerungen für die Atomkraftwerke zu beraten.

Bereits gestern Abend hatten rund 600 Menschen mit Trommeln, Töpfen, Tröten, Rasseln und Pfeifen gegen längere Laufzeiten für die Atomkraftwerke protestiert. Skelett-Figuren mit Atommüllfässern gaben den Takt vor. Nach einer Auftakt-Kundgebung vor dem Kanzleramt bewegte sich der Demonstrationszug zur Landesvertretung von Thüringen. Dort wurden die anfahrende Bundeskanzlerin und die Unions-Ministerpräsidenten von den Demonstranten mit ohrenbetäubendem Lärm empfangen. Zu den Aktionen unter dem Motto „Atom-Alarm“ hatten die Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt und das Kampagnen-Netzwerk Campact kurzfristig aufgerufen.

„Es gibt allen Grund, Alarm zu schlagen. Die Pläne der Bundesregierung, die Laufzeiten der alternden Atomkraftwerke zu verlängern sind unverantwortlich“, sagte Campact-Geschäftsführer Christoph Bautz. „Wir haben es satt, dass die Atommüllberge immer weiter in die Höhe wachsen, während es keine sichere Endlagerung gibt. Die Mehrheit der Menschen will nicht länger mit dem Risiko dieser tödlichen Nachbarn leben.“

„Wenn Angela Merkel meint, mit einer schnellen Entscheidung den Konflikt um die Atomkraft vom Tisch zu bekommen, dann täuscht sie sich gewaltig“, erklärte Jochen Stay, Sprecher von .ausgestrahlt. „Denn bleiben die Reaktoren am Netz, so wird der Streit um die Energiepolitik sich weiter verschärfen. Wir werden keine Ruhe geben und können dabei auf die Unterstützung einer breiten gesellschaftlichen Mehrheit rechnen.“

Pressekontakt:

Christoph Bautz, Campact-Geschäftsführer, 0163 59 575 93

Jochen Stay, Sprecher .ausgestrahlt: mobil 0170 / 935 87 59

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