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Fühle mich nicht vertreten

Lieber Genosse Heil,

als SPD-Mitglied und Bahnvielfahrerin ein paar Anmerkungen zu deinem Schreiben:

  • 1. Es mag ja sein, dass inzwischen in dem einen oder anderem SPD Gremium eine breite Unterstützung für das Strukturmodell vorliegt - wenn ich mich aber richtig erinnere, sieht das die Basis, in diesem Fall repräsentiert durch einen Bundesparteitagsbeschluss - anders. Ich fühle mich von einem Vorsitzenden der von sich aus, ohne äußere Not (denn nach meinem Demokriatieverständnis sind für Kompromisse die Verhandlungspartner, in diesem Fall also die Fraktionen gefragt) - in Abweichung zu dem Beschluss - den Vorschlag für das Modell eingebracht hat, an dieser Stelle nicht vertreten.
  • 2. Wenn dann aber noch dieser Vorsitzende damit argumentiert, dass ja sogar die Gewerkschaften dafür seien, so stelle ich mit Verwunderung fest, dass er auch noch schlecht informiert ist. Einzig die Einzelgewerkschaft Transnet war/ist für die Privatiesierung der Bahn, ja sämtliche anderen Einzelgewerkschaften im DGB haben sich sogar gegen eine Privatisierung engagiert.

Welches Licht in diesem Zusammenhang die berufliche Zukunft des ehemaligen Vorsitzenden Norbert Hansen auf die Haltung der Transnet (oder war es gar nur seine persönliche Meinung?!?) zu dieser Frage wirft, ist ein weiterer Punkt um die Privatisierung für mehr als Fragwürdig zu halten.

Ich fordere also erneut dich und die SPD auf, die Privatisierung der Bahn aufzuhalten.

Mit solidarischen Grüßen

Andrea Schiele, Ulm

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