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auf aktuelle politische Entscheidungen.
Lieber Herr Heil,
alles auf was ich mich in Sachen Bahnprivatisierung verlasse, ist genau das:
rasant steigende Preise, noch mieserer Service und noch höhere Steuern.
Begründung:
Die so genannte Privatisierung wird dazu führen, dass zwecks Gewinnmaximierung (ähnlich wie beim Strom) die Preise beinahe nicht hoch genug sein können.
Leistungen im Fernverkehr, die die Gewinnerwartungen der Investoren nicht erfüllen, werden eingestellt. Ggf. werden sie als Nahverkehr von den Ländern wieder bestellt, was unser Steuergeld kostet - frei nach der Devise: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren.
Dass all dies mit so wenig Personal wie irgend möglich durchgezogen wird (und natürlich auch so schlecht bezahlt wie es irgend geht), versteht sich von selbst. Auf dass die SteuerzahlerInnen auch für die Alimentierung weiterer Arbeitsloser wieder recht kräftig zur Kasse gebeten werden.
Herr Heil, die SPD darf sich (langsam) das "Sozialdemokratisch" im Namen streichen lassen. Was "Ihre" Partei hier betreibt und Sie mit so wohlgesetzten Worten schönreden, ist unsozial im höchsten Grade - und demokratisch schon gleich gar nicht. Hoffentlich kriegen Sie und "Ihre" Partei dafür die Quittung. Leider darf man nicht auch hoffen, dass Sie gezwungen sein werden, mit dem Geld auszukommen, das DurchschnittsbürgerIn hierzulande zur Verfügung hat...um wieviel sollen Ihre Bezüge gerade wieder einmal steigen? Und da redet dann niemand von "Haushaltskonsolidierung". Dass Sie sich nicht schämen!!!
Hans-Martin Hoffmann, Marktbreit
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