Nimm mit 512.157 Campact-Aktiven Einfluss
auf aktuelle politische Entscheidungen.

Zurück zur Beitragsübersicht

Nützt dies der Bundesrepublik?

Sehr geehrter Herr Heil,

ein Sprichwort sagt: Der Weg zur Hölle ist mit guten Absichten gepflastert."
Diese guten Absichten hat die SPD sicherlich verfolgt, doch leider ändert das nichts an den schlimmen Folgen einer derartigen Privatisierung.

Der Tarifvertrag der Transnet, für den Herr Hansen ja mit einem einträglich Posten entlohnt wurde - der Spiegel spricht von einer Form der Korruption - begrenzt die Privatiseirung nicht auf 24,9 sondern auf 49,9. Die Mitbestimmung des Bundes in Personalfragen besteht nur der Form nach und selbst mit einem Anteil von 24,9 kann der Privatinvetor, wie das abschreckende Beispiel der Berliner Wasserbetriebe zeigt per Vetrag fast nach belieben bestimmen.
Der Investor bekommt mit diesem kleinen Anteil etwa 75 bis 80 seiner ihm vertraglich garantierten Gewinne. Als Gegenleistung hat Berlin dafür die höchsten Wasserpreise Europas.

Was bedeutet das für die Bahnprivatisierung: Wenn die Bahn privatisiert wird werden die Preise steigen aber aber die Gewinne des Bundes sinken!

Alle Strecken die nicht profitabel GENUG sind, werden ohne Rücksicht auf die Interessen des Bundes und vieler Firmen geschlossen.

Wem nützt dies Herr Heil? Den Firmen und Bürgern die von einer intakten Infrastruktur und bezahlbaren Preisen abhängig sind oder den Mitarbeitern der Deutschen Bahn? Daran glauben Sie doch wohl bestimmt nicht.

Und nützt dies der Bundesrepublik?
Kuzfristig schon, aber wie das Bespiel der Wasserbetriebe zeigt wird der Bund schon mittelfristig finanzielle Nachteile durch entgangene Gewinne, kostspielige Umweltmehrbelastungen und entgangene Steuereinahmen verzeichnen.

Warum sollte denn auch ein Privatinvestor hier Anteile erwerben - denn investiert wird dabei ja wohl kaum - wenn er sich nicht auf Kosten der Gemeinschaft bereichern könnte?

Ich würde mich daher freuen wenn Sie sich für einen Stopp der Bahnprivatisierung einsetzen würden, zumal kein Beispiel bekannt ist, wo sich dies nicht negativ auf die Infrastruktur und die Mehrheit der Bevölkerung erwiesen hat.

Was könnten Sie konkret noch tun?
An der urspünglichen SPD Haltung festhalten nach der nur Stimmlose Volksaktien ausgegeben werden, deren Einahmen dann aber auch für notwendige Investitionen bei der Bahn eingesetzt werden sollten.
Alles andere ist nur Irreführung von Ahnungslosen mit den, aus ALLEN Ländern wo dies versucht wurde, bekannten verherenden Folgen.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Ludewig
Bezirksvorstandsmitglied der Berlin-Lichtenberger Linken

Schreiben Sie einen Beitrag zu dieser Seite!

Sollten Sie nicht eingeloggt sein, werden Sie zunächst zum login weitergeleitet.

Hier können Sie sich bei Campact registrieren.

Ich möchte einen Beitrag