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Antwort auf Ihr Schreiben vom 6. Mai 2008 zum Bahnverkauf

Sehr geehrter Herr Heil,

der Börsencrash der letzten Wochen hat deutlich gemacht, dass gerade privatwirtschaftlich betriebene Aktiengesellschaften nicht gewillt sind für ihre Verluste einzustehen. Sobald es schlecht läuft, rufen sie nach Unterstützung durch die Steuerzahler und der Staat stellt Milliarden zur Verfügung, um vermeintlich Schlimmeres zu verhindern.

Wieso sollten wir unsere Bahn in ein Unternehmenskonstrukt überführen, in dem es privaten Aktionären noch wesentlich leichter fallen wird, die Gewinne einzustreichen und Verluste oder teure Investitionen dem Steuerzahler aufzubürden? Wenn eine Verkehrsinfrastruktur den Steuerzahler schon viel Geld kostet, dann sollte die Bilanz nicht auch noch durch Dividendenzahlung an Aktionäre belastet werden. Wenn wir schon für eine gute Bahninfrastruktur zahlen, dann sollte allein der Steuerzahler bestimmen, wo es langgeht.

Ich bin gegen einen Verkauf der Deutschen Bahn. Mittlerweile sind bereits 78 der Menschen gegen einen Verkauf. (Siehe: http://www.campact.de/bahn/umfrage)

Der Berliner Parteitag am 18. Oktober 2008 wäre eine gute Gelegenheit auch Ihre Meinung zu ändern und ihre Partei zu überzeugen, dass die Deutsche Bahn nicht verkauft werden muss.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Kröger Minden

Peter Kröger, Minden

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