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auf aktuelle politische Entscheidungen.

Frequently Asked Questions

Hier finden Sie häufige Anfragen, die unsere Team bereits beantwortet hat. Um Sie sofort und 24h/7Tage die Woche zu informieren, haben wir die Informationen zu dieser Kampagne hier veröffentlicht. Grundsätzliche Fragen zu unserer Webseite, zur reibungslosen Teilnahme an Aktionen oder zum Newsletter sind in der Campact-FAQ beantwortet.


Sind Subventionen überhaupt sinnvoll? Wäre es nicht besser, wenn sich der Milchpreis durch Angebot und Nachfrage bestimmt? Muss man den damit verbundenen Strukturwandel nicht akzeptieren?

Wir wollen nicht irgendeine Milchproduktion zu möglichst niedrigen Preisen. Für uns zählen weitere Ziele wie Tierschutzkriterien, Umweltbelange oder der Erhalt ländlicher Kultur- und Lebensräume. Eine regionale Versorgung mit Milchprodukten ist ökologisch wünschenswerter als der Import z.B. aus Neuseeland. Die Gewährleistung von Standards wie die Bindung von Agrarland an den Tierbestand eines Bauernhofes wäre in einer globalen Konkurrenz nicht denkbar, bei der es nur um das Verhältnis von Preis und Produktqualität geht. Bauern, die solche Standards einhielten, wären international nicht konkurrenzfähig. Deshalb wenden wir uns gegen die von Bauernverband und Landwirtschaftsministerium formulierte neoliberale Ideologie, Milchbauern sollten sich dem globalen Konkurrenzdruck anpassen.

Reicht es faire Preise für Milchbauern zu fordern? Milchviehhaltung ist eben auch mit Massentierhaltung, Tierquälerei und Futtermittelimporten aus Regenwaldgebieten verbunden.

Der Status Quo der Europäischen Agrarsubventionen reicht tatsächlich nicht aus. Die Zahlung von Subventionen muss an Produktionsstandards geknüpft werden, die z.B. Tier-, Umwelt- und Landschaftsschutzbelange berücksichtigen. Wenn Steuermittel bereit gestellt werden, kann und muss die Gesellschaft Gegenleistungen im Sinne höherer Produktionsstandards verlangen. Unsere Gespräche mit Vertretern z. B. des Bund Deutscher Milchviehhalter oder der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft zeigen uns, dass solche Forderungen von den Milchbauern zunehmend akzeptiert werden.

Gleichzeitig muss man sehen, dass die Gewährleistung von Produktionsstandards im freien internationalen Wettbewerb ohne garantierte faire Preise für Milchbauern in Europa nicht möglich sein wird.

Warum stellt sich Campact bei der Kampagne an die Seite der Milchbauern? Notwendig wäre eine komplette Ablehnung der Milchviehhaltung!

Diese von Veganer/innen formulierte Perspektive wird von uns respektiert, aber nicht geteilt. Wir gehen davon aus, dass die Menschen in Europa auch mittel- und langfristig Milchprodukte kaufen werden. Deshalb ist es aus unserer Sicht richtig, dafür zu streiten, dass die Produktion derselben politisch so geregelt ist, dass sie Menschen in armen Ländern nicht schadet, dass sie Tier-, Umwelt- und Landschaftsschutzbelangen gerecht werden kann und dass sie - das ist eine Grundlage - den Milchbauern faire Preise für eine hochwertige Produktion zusichert.