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Wittlich, 24. Juni - 17.30 Uhr
Nach einem langen Abend mit gutem Moselwein im malerischen Erden stand heute in Wittlich für die "Südtour" eine Diskussion mit einem der größten Verfechter von Gentechnik im Bundestag an: Peter Bleser, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft der CDU/CSU-Fraktion (im Bild links). Er debattierte auf dem Wittlicher Marktplatz mit dem Präsidenten von Bioland Deutschland Thomas Dosch (im Bild mittig) und etwa 40 Wittlicher Bürger/innen. Ausgiebig Kontroverse war vorprogrammiert.
Bleser betonte immer wieder, dass für ihn Transparenz und eine funktionierende Koexistenz der verschiedenen Anbauformen die entscheidende Anforderung an das neue Gentechnik-Gesetz ist. Dann könne der Markt und damit die Verbraucher/innen entscheiden, in wieweit Gentechnik sich gekauft wird und sich durchsetzt. Gleichzeitig ließ er verlauten, dass de facto in einem Großteil der Produkte über Futtermittel indirekt schon Gentechnik drin sei, die Verbraucher/innen dies bloß nicht merken. Den Widerspruch, in dem beide Aussagen zueinander stehen, ließ er unaufgelöst.
Für Thomas Dosch ist hingegen eine Koexistenz von Gentechnik-Anbau mit konventioneller und Bio-Landwirtschaft kaum möglich - und schon gar nicht mit völlig unzureichenden Grenzabständen und einem Haftungsrecht, dass eine Kontamination von Nachbarfeldern mit gentechnischem Erbgut bis 0,9 Prozent vorsieht.
Auch nach Ende der Diskussionsveranstaltung gingen die Debatten mit Herrn Bleser bei garantiert gentechnikfreien Häppchen weiter.