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auf aktuelle politische Entscheidungen.

Antwort von Frau Dr. Lötzsch, LINKE

Sehr geehrte Frau Hundsdorfer,

herzlichen Dank für Ihre E-Mail.

Frau Dr. Lötzsch hat sie gelesen und mich gebeten, Ihnen zu antworten.

DIE LINKE stimmt mit Ihnen grundsätzlich überein und kritisiert die Bestrebungen der Bundesregierung zur Änderung des Gentechnik-Gesetzes massiv, denn:

Es sollen weiterhin die viel kritisierten privaten Absprachen zwischen zwei Landwirten möglich sein. In diesen Absprachen kann vereinbart werden, Sicherheitsabstände zwischen Genmais und normalen Mais zu unterbieten. Dadurch sind Verunreinigungen durch Genmais programmiert. Gut ist, dass diese gefährdeten Äcker nun auch im Standortregister aufgezeigt werden müssen. So kann sich jeder über diese Risikoflächen informieren. Schlecht ist, dass diese Sonderregelung immer noch geplant ist, anstatt sie ersatzlos zu streichen.

DIE LINKE fordert, keine Ausnahmen beim Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen zuzulassen. Die geplante Kennzeichnung von Lebensmitteln nur durch die beiden Worte „ohne Gentechnik“ ist irreführend. Eigentlich soll betont werden, ob die Tiere, die Fleisch oder Milch produzieren, gentechnikfrei gefüttert worden sind. DIE LINKE fordert hierfür eine unmissverständliche Kennzeichnung „vom gentechnikfrei gefüttertem Tier“. Die Kennzeichnung „ohne Gentechnik“ sollte nur vergeben werden, wenn sowohl Futtermittel, als auch Enzyme, Medikamente und Zusatzstoffe ohne Gentechnik hergestellt worden sind.

Für Sie weiterhin alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen

i.A. Jan Marose (studentischer Mitarbeiter)