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Frankfurt, 13.2.2006
Sehr geehrter Herr Seehofer,
ich bitte Sie die individuelle Haftung der Landwirte, welche gentechnisch veränderte Pflanzen anbauen beizubehalten. Sie schreiben selbst wie schwierig es ist die Übertragung durch Pollen zu vermeiden. Wenn jemand gentechnisch veränderte Pflanzen anbauen will und dadurch evtl. ein Nachbargrundstück mit seinem Pollen belastet, so dass dieser seine Produkte nicht mehr als gentechnisch unverändert verkaufen kann, muss ersterer dafür gerade stehen.
Dass der Pestizideinsatz nicht zurückgeht, beweisen die Länder, welche schon gentechnisch veränderte Pflanzen anbauen. Schlimmer noch die Landwirte machen sich von den Konzernen abhängig, da Sie nur noch deren Produkte kaufen können. (Saatgut, Dünger und Pestizide)
Schon heute ist es möglich durch Kreuzung stabile, resistente Pflanzen zu züchten, und damit gar nicht auf die Gefahr von gentechnisch veränderten Pflanzen zu setzen. In naher Zukunft wird es ein Standortvorteil sein, keine gentechnisch veränderten Pflanzen anzubauen.
Mit freundlichen Grüßen
Frank Abt