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Antwort von Ulrike Grimm an Horst Seehofer

Schiltach, 9.2.2006

Sehr geehrter Herr Seehofer,

vielen Dank für Ihre Antwort, doch leider haben sich bei mir dadurch mehr Fragen als Antworten aufgetan: Eine Verordnung kann aus meiner Sicht gentechnikfreie Pflanzen nicht schützen; eine Kontaminierung ist aus meiner Sicht nicht zu verhindern. Wie sollte es denn auch möglich sein? Der gesunde Menschenverstand sagt mir, dass das nicht geht. Daher bin ich strikt gegen die Freisetzung von gentechnisch veränderten Pflanzen.

Außerdem frage ich mich, warum ein Produkt erst nach der Zulassung beobachtet werden muss- sollte dies nicht vorher geschehen? Ist es nicht so, dass die Auswirkungen von genmanipulierten Pflanzen im Ökosystem erst nach der Zulassung wirklich "getestet" werden können? Handelt es sich nicht in Wirklichkeit um einen riesigen Freilandversuch? Wird ein neues Produkt auf den Markt gebracht, wird normalerweise vor Markteinführung auf alle Risiken getestet! Sie öffnen hier die Büchse der Pandora! Dies ist keine Übertreibung, denken Sie bitte an die Vielzahl der Ökosysteme dieser Welt, die durch unachtsame, teils nur kleine Veränderungen bereits zusammengebrochen sind!

Eine weitere Frage für mich ist, was denn nun konkret die viel beschworenen Vorteile für die Landwirte sind? Steuervergünstigungen etwa?

Und zum Abschluss: wie kann es sein, dass 75% aller Befragten laut Auskunft ihres Ministeriums gegen die "grüne" Gentechnik sind, und Sie sich einfach darüber hinweg setzen? Ihr demokratisches Verständnis empört mich wirklich sehr!

mit freundlichen Grüßen

Ulrike Grimm

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