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Antwort von Eckehard Irkens an Horst Seehofer

Duisburg, 10.2.2006

Sehr geehrter Herr Seehofer,

es ist natürlich sehr beruhigend zu wissen, dass sich Landwirte gegen die Folgeschäden von in die Fauna entlassenen Mutationen versichern können. Nur können diese Folgeschäden heute von niemanden ernsthaft beziffert werden. Es beruhigt mich sehr das Sie die "positiven" Wirkungen für die Wirtschaft so hervorheben - da weiß ich doch, dass ich gut geschützt werde, ähnlich wie beim Verzehr von Fleischprodukten.

Die Wahrheit ist doch eher, dass multinationale Konzerne wie Monsanto Patente auf Pflanzen anmelden, um mit ihren Hybriden den Markt der Nahrungs- und Futtermittel zu dominieren und ein Oligopol zu errichten. Das ist natürlich sehr wirtschaftlich, allerdings nur für Monsanto, ich als Verbraucher habe davon keinen Nutzen. Höchstens ein erhöhtes Gesundheitsrisiko und eine Einschränkung in der Wahl der Produkte.

Ich glaube dass der Vergleich mit der Atomenergie möglich ist, zuerst wurde sie als die Lösung aller Energiefragen hochgejubelt. Als sicher und beherrschbar dargestellt, natürlich auch ihr wirtschaftlicher Nutzen betont. Aber die Probleme die wir heute mit ihr haben sind seit vierzig Jahren ungelöst.

Das Desaster, welches der Einsatz von Gentechnik im Freilandanbau auf uns und zukünftige Generationen heraufbeschwört, wird wesentlich dramatischer sein.

Ich möchte Sie an dieser Stelle darum bitten sich gegen die Ausbringung von gentechnisch veränderten Pflanzen zu stellen, und auch an die Zeit nach Ihrer Pensionierung zu denken.

mit freundlichen Grüßen

Eckehard Irkens

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