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Antwort von Bernd Köhn an Horst Seehofer

Köln, 15.2.2006

Sehr geehrter Herr Seehofer,

wenn Sie von den Wissenschaftlern sprechen, sollten Ross und Reiter genannt werden. Denn die Wissenschaftler, als neutrale Person, gibt es nicht. Diese Damen und Herren vertreten Unternehmen, bekannter Art, in diesem Gewerbe.

Unabhängig davon, freigesetzte Gen-Pflanzen beeinträchtigen bzw. verändern ihr Umfeld. Erkenntnisse aus der Dritten Welt liegen vor. Die Beeinträchtigungen bzw. Veränderungen betreffen nicht allein die angrenzenden Pflanzungen, sondern haben Auswirkungen auf Tier und Mensch. Leider sind die Auswirkungen in sozialer, ökonomischer und ökologischer Hinsicht negativ. Die Versprechungen der Gen-Technik-Unternehmen, z.B. bei der Baumwolle (Indien), höhere Ernteerträge, geringere Kosten für Pflanzenschutzmittel usw. sind nicht eingetreten. Es wurde nur eins erreicht: Die Baumwollproduzenten wurden in die Abhängigkeit der Gen-Technik-Unternehmen geführt; die Sortenvielfalt wird zur reinen Monokultur reduziert. Setzen Sie sich für die Unabhängigkeit der Produzenten(Bauern), der Artenvielfalt und der Nachhaltigkeit unserer Gesundheit ein.

mit freundlichen Grüßen

Bernd Köhn

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