Nimm mit 607.040 Campact-Aktiven Einfluss
auf aktuelle politische Entscheidungen.
Rostock, 9.4.2006
Sehr geehrter Herr Seehofer,
als Verbrauer verfolge ich die Gentechnikdebatte schon seit langem und gewinne immer mehr den Eindruck, dass es hier um die wirtschaftlichen Interessen einiger weniger geht zu Lasten einer breiten Mehrheit, die die Gentechnik wie ich radikal in der Landwirtschaft ablehnt. Es gibt derzeit noch kein konkretes Beispiel, wo Gentechnik in der Landwirtschaft mehr Nutzen als Schaden angerichtet hat. Das Betreiben eines parallelen Systems hat sich bislang als Illusion herausgestellt. Gentechnik lässt sich nicht auf einem Feld eingrenzen, und es ist völlig naiv zu glauben, dass man sämtliche Folgen einer derarigen neuen Technik vollständig überblicken könne. Die Gegenwart und die Vergangenheit bestätigen dies am laufenden Band.
Herr Seehofer: Sie sind gewählt worden, um im Interesse der Mehrheit der Verbraucher zu handeln und zu entscheiden, die die Gentechnik eindeutig ablehnt. Bitte tun Sie diesen Job und erwecken bitte nicht weiterhin den fatalen Eindruck -wie auch bei der Käfighaltung von Hühnern, dass Sie sich ausschließlich zur Durchsetzung hinreichend bekannter Interessen einer Mindeheit von Firmen verpflichtet fühlen, die von der künstlichen Etablierung der Gentechnik auf dem Markt profitieren könnten.
mit freundlichen Grüßen
Fridtjof Sturm