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Antwort von Klaus Urgast an Horst Seehofer

Ingelheim, 17.2.2006

Sehr geehrter Herr Seehofer, sehr geehrter Herr Koehler,

in Ihrem Antwortschreiben vollführen Sie einen Eiertanz, denn Sie wollen vereinbaren, was nicht zu vereinbaren ist. Ein Sprung in absolutes Neuland birgt immer unbekannte nicht abzuwägende Gefahren in sich. Sobald gentechnisch veränderte Pflanzen in der Natur ausgesetzt sind, werden sie ihr Erbgut in andere Pflanzen einkreuzen. Gentechnisch unverändertes Saatgut lässt sich dann nur noch in geschlossenen Räumen gewinnen. Erntegut ohne gentechnische Veränderungen gibt es um diese ausgesetzten Pflanzen im weiten Umkreis nicht mehr. Ich bezweifele, dass mit ausreichender Sicherheit ein Risiko für Menschen ausgeschlossen werden kann, da gar nicht klar ist, nach welchen Risiken auf welchen Verbreitungswegen überhaupt gesucht werden soll. Die Mehrheit der Bevölkerung ist zumindest nicht bereit das Risiko zu tragen, das Sie ihr auferlegen wollen, denn sie kann neben den Nachteilen keinerlei Vorteile für sich erkennen. Die einzigen klaren Gewinner Ihrer Aktion sind die Hersteller gentechnisch veränderten Saatgutes. Sie sind jedoch aufgefordert sich für die Interessen der Bevölkerung und nicht einzelner Unternehmen einzusetzen. Zur Vertretung der Interessen der Bevölkerung und zum Schutz der Verbraucher gehört auch, dass Sie die Geheimniskrämerei um den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen beenden und für Transparenz sorgen.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Urgast

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