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auf aktuelle politische Entscheidungen.
Ute Granold ist Mitglied des Rechtsausschusses und Mitglied des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe des deutschen Bundestages.
7.11.2006
Sehr geehrter Herr XXX,
vielen Dank für Ihr Schreiben vom 3.11.2006, in dem Sie mich dazu auffordern, mich als ihre Wahlkreisabgeordnete für den Erhalt der gentechnikfreien Landwirtschaft einzusetzen. Dazu will ich Ihnen folgendes schreiben:
Ich sage Ihnen ganz offen, dass die Mehrheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion den Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft befürwortet und in diesem Zusammenhang auch für die geplanten Neuregelungen im Haftungsrecht eintritt.
Diese Haltung kann ich in dieser Form nicht unterstützen. Ich bin der Meinung, dass die Verbraucher das Recht haben, sich gentechnikfrei ernähren zu können. Der Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut ist nicht mehr rückgängig zu machen. Immer höhrere Grenzwerte können hier keine Lösung sein.
Aktuelle Berichte über die Firmenpolitik v.a. us-amerikanischer Saatguthersteller haben mich sehr nachdenklich gemacht. Wir wissen noch viel zu wenig über die Folgen der gentechnischen Modifikationen an Nutzpflanzen, um abschließende Urteile zur Sicherheit abgeben zu können.
Ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass die Interessen der Verbraucher und Landwirte bei der Neuregelung des Gentechnikgesetzes gewahrt werden.
Mit freundlichen Grüßen,
Ute Granold MdB
Ute Granold (MdB)
Abgeordnete des Wahlkreises Mainz-Bingen