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Kann Iran nicht nur durch den größtmöglichen internationalen Druck und damit auch mit der Androhung eines militärischen Eingreifens von der Atombombe abgehalten werden?
Mit einer Option, deren Umsetzung völlig unverantwortbare Folgen nach sich ziehen würde, darf auch nicht „nur“ gedroht werden. Lenkt der Iran nicht ein, so drohen die Akteure Gefangene ihrer eigenen Worte zu werden. Ohne Einlösung ihrer Androhung würden sie massiv geschwächt aus dem Konflikt herausgehen. Um dies zu vermeiden, würde eine Dynamik zum militärischen Angriff entstehen.
Ein militärisches Eingreifen ließe die ohnehin schon angespannte Situation in der Region völlig aus den Fugen geraten. Zudem würde dies nach Meinung vieler Experten den Iran nicht dazu bringen, sein Atomprogramm zu beschränken oder zu beenden. Im Gegenteil, das Regime in Teheran würde wahrscheinlich die öffentliche Solidarisierung seiner Bevölkerung nach den Militärschlägen missbrauchen, um das Atomprogramm zu beschleunigen. Dies könnte es den Iran erst Recht zum Griff nach der Bombe animieren. Das Ziel, den Iran von dem Erwerb der Atombombe abzuhalten, kann mit der militärischen Option nicht erreicht werden. Zudem würde ein Angriff großes menschliches Leid und unzählige Opfer nach sich ziehen. Nach unserer Auffassung muss die militärische Option deshalb vom Tisch und rein auf die Mittel der Diplomatie gesetzt werden.
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