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Sollte man nicht von der Unschuldsvermutung ausgehen, solange es keine Beweise für Bestrebungen des Iran gibt die Atombombe zu erlangen? Ist das Atomwaffenprogramm nicht von interessierter Seite herbeigeredet worden?
Es gibt in der Tat nach Angaben der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) keine Belege für ein Atomwaffenprogramm des Iran. Allerdings gibt es eine Häufung von Indizien und Ungereimtheiten, die nicht so leicht von der Hand zu weisen und noch aufzuklären sind.
Der Iran hat sich nach Angaben der IAEO eine Reihe von Vertragsverletzungen des Safeguard-Abkommens zu Schulden kommen lassen. Dieses Abkommen ermöglicht der IAEO die Überprüfung der Regeln des Nichtverbreitungsvertrags (NVV). Es definiert, welche nuklearen Materialien und Anlagetypen der Organisation gemeldet werden müssen und mit welchen Kontrollmaßnahmen die IAEO den Iran überwachen kann. Der Iran versäumte es immer wieder, rechtzeitig nukleare Materialien und die Existenz von Anlagen der IAEO zu melden – in einer Dimension die über Fälle in anderen Ländern weit hinausgeht. Zudem besitzt der Iran noch kein Atomenergieprogramm, das einer Urananreicherung in Art und Umfang der Anlage in Natanz benötigen würde (Weitere Infos: Kalinowski: Das Nuklearprogramm des Iran - zivil oder militärisch?).
Durch den Angriff auf den Irak durch die USA und ihre Verbündeten, der keine ABC-Waffen besaß und der gleichzeitig sehr schonenden Behandlung Nordkorea, das nach eigenen Angaben die Atombombe besitzt, könnte ein hoher Anreiz für den Iran entstanden sein, sich mit dem Besitz einer Atombombe vor Angriffen durch die USA oder Israel schützen zu wollen.
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