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Wird das iranische Atomprogramm nicht von den USA vorgeschoben, um andere machtpolitische Interessen in der Region zu überdecken?
Es wird immer wieder diskutiert, dass es für die US-Regierung neben dem Atomprogramm des Iran weitere machtpolitische und geostrategische Beweggründe für eine Intervention in Iran geben könnte. Die Neokonservativen in der Regierung reden offen von „Regime Change“ als notwendige Maßnahme, um den größeren Nahen Osten zu „demokratisieren“. Das Ziel könnte auch sein, eine regionale iranische Führungsposition, die Präsident Ahmadinedschad für sein Land beansprucht, zu verhindern oder den Zugriff auf Ölressourcen militärisch zu sichern. Umstritten ist die These, in wieweit den USA die neu eröffnete Ölbörse Iranian Oil Bourse ein Dorn im Auge ist. Öl soll dort in Euro gehandelt werden dürfen. Bisher wird Öl ausschließlich über Börsen in London und New York gehandelt – und bisher nur in Dollar.
Doch diese möglichen weiteren Beweggründe können unsere Grundanalyse, warum ein Krieg gegen das Atomprogramm des Iran hoch riskant und nicht zielführend ist, allenfalls ergänzen. Man muss sich nicht über die Motive der USA einig sein, um eine ablehnende Position zu einem Krieg gegen den Iran zu beziehen.
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