Nimm mit 606.594 Campact-Aktiven Einfluss
auf aktuelle politische Entscheidungen.

Frequently Asked Questions

Hier finden Sie häufige Anfragen, die unsere Team bereits beantwortet hat. Um Sie sofort und 24h/7 Tage die Woche zu informieren, haben wir die Informationen zu dieser Kampagne hier veröffentlicht. Grundsätzliche Fragen zu unserer Webseite, zur reibungslosen Teilnahme an Aktionen oder zum Newsletter sind in der Campact-FAQ beantwortet.


Frage: Avaaz.org hat eine sehr ähnliche Aktion bereits 5 Tage früher gestartet und weltweit bereits mehr als 600.000 Unterzeichner/innen gewonnen. Warum tut Ihr Euch nicht zusammen?

Antwort: Die Avaaz-Kampagne läuft tatsächlich sehr gut und richtet sich an die US-Öffentlichkeit. Ein mögliches Einklinken von uns in die Avaaz Aktion vergrößert ihren Effekt nur minimal. Hilfreich scheint uns dagegen, den im deutschen Markt vertretenen Unternehmen eben auch hier kräftig auf die Füße zu treten. Es macht also durchaus Sinn, sich an beiden Aktionen zu beteiligen.

Frage: Ist das, was Wikileaks da macht, wirklich Journalismus? Wie könnt Ihr eine intransparente und verschwörerische Organisation wie Wikileaks unterstützen?

Antwort: Die Aktionen von Wikileaks werfen eine Menge wichtiger Fragen zu journalistischen Standards und ethischer Verantwortung auf. Wir sagen deshalb mit der Kampagne ganz bewußt nicht: “Schützt Wikileaks, weil die so gute Arbeit machen”. Im 5-Minuten-Info zur Aktion haben wir ausführlicher begründet, warum wir die Kampagne trotzdem starten.

Klar ist, dass Wikileaks zentrale Wesensmerkmale journalistischer Arbeit vorweisen kann: Sie sammeln, analysieren und veröffentlichen in Zusammenarbeit mit Zeitungsverlagen bisher geheime Unterlagen und sorgen für den Schutz ihrer Informant/innen. Skandale und Informationen von öffentlichem Belang werden sichtbar und öffentlich diskutierbar. Das alles gehört zu den vornehmsten Aufgaben von Journalist/innen und stellt einen Grundpfeiler für das Funktionieren von Demokratien dar. Weil das so ist, muss der Schutz im Zweifelsfall auch für solche Institutionen gelten, deren Arbeit qualitativ unbefriedigend erscheint.

In unseren Augen kann es auf jeden Fall nicht sein, dass sich einige Unternehmen mit einem Beinahe-Monopol zusammenschließen oder von anderen instrumentalisiert werden, um politisch gegen die Veröffentlichung von Informationen zu Felde ziehen, jenseits von jeder rechtsstaatlichen Fundierung.

Frage: Wie geht Ihr mit der Verhaftung von und der Anklage gegen Julian Assange um?

Antwort: Gegen Julian Assange besteht ein in Schweden ausgestellter Haftbefehl, in dem ihm von zwei Frauen Vergewaltigung vorgeworfen wird. Wir sind nicht in der Lage diese Vorwürfe zu beurteilen. Da Schweden als durchaus funktionierender Rechtsstaat bekannt ist, scheint es das Beste, die Vorwürfe in einem fairen Gerichtsverfahren zu prüfen. Niemand – auch nicht Julian Assange – steht außerhalb des Rechts. Gleichzeitig hat das Verfahren keinerlei Bedeutung für die Legitimität von Wikileaks und das Vorgehen der US-Unternehmen.

Frage: Warum ruft Ihr nicht zum Boykott der Unternehmen auf?

Antwort: Das besondere an der Kampagne gegen Wikileaks ist ja, dass sie von Unternehmen mit einem Quasi-Monopol betrieben wird. Eine Boykottkampagne gegen Monopolisten ist aber dann schwierig, wenn es keine oder wenige Alternative gibt, über die man die gewünschten Leistungen sonst beziehen kann. Deshalb haben wir bewußt auf eine in unseren Augen unglaubwürdige Boykottdrohung verzichtet. Selbstverständlich kann jede und jeder selbst für sich entscheiden, die Geschäftsbeziehungen zu den betreffenden Unternehmen zu beenden.

Frage: Wenn ich an der Aktion teilnehme – welche meiner Daten sendet Ihr an Visa, Mastercard, Amazon und Paypal?

Antwort: Eine Unterschriftenliste ohne Namen macht nicht so richtig viel Sinn. Wir übermitteln mit der Unterschriftenliste Titel, Vorname, Nachname, Ort und Berufsbezeichnung, weil wir glauben dadurch vermitteln zu können, dass hinter den Einträgen Menschen aus Fleisch und Blut stehen. Nicht übertragen werden Straße und Hausnummer sowie die E-Mailadresse. Wenn Sie trotzdem eine Antwort der Unternehmen an Ihre E-Mailadresse erhalten, dann wurde sie von uns an Sie weitergeleitet.